Leitlinien des PKV-Verbandes

Anfang 2016 hat der PKV-Verband nach anhaltenden Protesten durch die Versicherten die „Leitlinien der privaten Krankenversicherung für einen transparenten und kundenorientierten Tarifwechsel“ mit den wichtigsten privaten Krankenversicherungen verbindlich vereinbart.

 

Folgende Versicherer nehmen teil:

Allianz, Alte Oldenburger, ARAG, AXA, Barmenia, Versicherungskammer Bayern, Concordia, Debeka, Deutscher Ring, DEVK, DKV, Gothaer, Hallesche, HUK, Inter, LVM, Mecklenburgische, Nürnberger, R+V, Signal Iduna, SDK, UKV und Württembergische.

Folgende Versicherer nehmen z.Zt. nicht teil:

Hanse Merkur, LKH, Continentale, Central, Münchener Verein und Universa.

Die Basis der Leitlinien ist der § 204 VVG mit dem gesetzlich garantierten Tarifwechselrecht. Gleichzeitig sollen die Leitlinien zum PKV-Tarifwechsel die Ausübung der Ansprüche nach § 204 VVG erleichtern und zu „einer guten Praxis des Tarifwechselrechts in der Privaten Krankheitskostenvollversicherung“ führen.

 

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Erweiterung zum § 204 VVG

Als Erweiterung der ohnehin durch § 204 VVG festgeschriebenen Rechte beim Tarifwechsel sind zu bemerken:

Die Versicherung muss den Versicherten speziell zum Tarifwechsel beraten und kann „geeignete Tarife für den Kunden auswählen“. Die Bearbeitung soll in 15 Arbeitstagen erfolgen. Die Leitlinien zum Tarifwechsel sind für die Teilnehmenden Unternehmen verbindlich.

 

Kommentar zu den Leitlinien

Eine Pflicht zur Beratung der Versicherten zum PKV Tarifwechsel wird durch die vorhandenen Callcenter der Versicherungen erledigt. Geeignete Tarife aus Sicht der PKV sind nicht zwingend die besten Tarife für den Kunden. Nur wenige Versicherungen schaffen eine Bearbeitungszeit von 15 Tagen.

Die Leitlinien des PKV-Verbandes zum Tarifwechsel bringen den Kunden keine echten Vorteile. Durch die Richtlinien sollen die Versicherten fest an ihre Versicherungsgesellschaft gebunden werden und deren Vorschlägen folgen.

 

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Leitlinien PKV-Tarifwechsel